Politischer Beirat

Das Verteilnetz auf die Herausforderungen der Energiewende vorzubereiten ist nicht nur eine technische, sondern auch eine politische Herausforderung. Politische und regulatorische Rahmenbedingungen müssen verändert werden, damit die Energiewende gelingen kann.

Aus diesem Grund bildet der Politische Beirat von DESIGNETZ die Schnittstelle zwischen Forschung und Politik. Er trägt die Projektergebnisse in die Parlamente und Regierungen und vermittelt die Erwartungen der Politik an die Projektpartner. Der Beirat ist besetzt mit den für Energie verantwortlichen Ministerinnen und Ministern der drei beteiligten Bundesländer sowie im Fall des Saarlandes zusätzlich mit einem Vertreter der Staatskanzlei. Insgesamt dreimal ist der Politische Beirat während der Projektlaufzeit zusammengetreten, um die von DESIGNETZ entwickelten Handlungsempfehlungen zum politischen und regulatorischen Rahmen zu begleiten und zu kommentieren.

Bei jedem Treffen wurde ein Impulspapier mit politischen Empfehlungen und konkreten Botschaften verabschiedet.
 

Beiratsmitglieder
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IMPULSPAPIERE DES POLITISCHEN BEIRATS

Auf seiner konstituierenden Sitzung am 22. Januar 2018 in Berlin beschloss der Politische Beirat ein Impulspapier mit ersten politischen Empfehlungen:

»Drei Vorschläge für den Erfolg der Energiewende«

  • Subsidiaritätsprinzip stärken
  • Flexibilität ermöglichen
  • Intelligenz anreizen






Auf der zweiten Beiratssitzung am 2. September 2019 beschloss der Beirat ein zweites Impulspapier mit weiteren konkreten Botschaften zu urbanen Energielösungen:
Die Energiewende gelingt nur, wenn wir:

  • Die Partizipationsbereitschaft von Bürgerinnen und Bürgern an der Energiewende durch die Entwicklung marktwirtschaftlicher Anreize zur Förderung von Quartierslösungen und Energiegemeinschaften erhöhen
  • Die Bedingungen für die Eigenstromnutzung von Erneuerbare Energien-Anlagen wie Photovoltaik-Anlagen auf privaten Wohnhäusern und Gewerbebetrieben sowie im industriellen Bereich weiterhin ausgestalten, ohne dabei die anderen Verbraucher zu benachteiligen
  • Innovationsfaktoren schaffen, die den Einsatz intelligenter Techniken im Stromnetz anreizen
  • Das Energiesystem durch die Sektorenintegration von Strom, Gas und Wärme unter entsprechenden regulatorischen Bedingungen lokal optimieren






Zum Ende des Projektes kam der Politische Beirat noch einmal im Rahmen der digitalen Ergebnisveranstaltung von DESIGNETZ mit Andreas Feicht (Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium) zusammen. In diesem Zusammenhang wurde das dritte Impulspapier verabschiedet. Im Fokus des Papiers stehen die Grundlage für das Energiesystem der Zukunft: Intelligenz, Flexibilität, Subsidiarität und Kooperation.