Wir entwickeln die Blaupause für das Stromnetz der Zukunft

Immer mehr Strom wird in Zukunft aus erneuerbaren Energien gewonnen. Bereits heute gibt es in Deutschland mehr als 1,7 Millionen dezentrale Erzeugungsanlagen, die grünen Strom aus Windkraft, Sonnenenergie oder Biogas ins Netz einspeisen.

Zu manchen Tageszeiten erzeugen diese Anlagen schon heute mehr Strom als benötigt wird. Wenn aber der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, decken sie nur wenige Prozent des Bedarfs ab. Um diese Schwankungen auszugleichen, brauchen wir intelligente Lösungen. Die Energiewende betrifft aber nicht nur den Stromsektor. Um die Klimaziele zu erreichen, müssen auch die Sektoren Verkehr und Wärme auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Neue Verbraucher wie zum Beispiel Elektroautos oder Elektroheizungen werden verstärkt zum Einsatz kommen. Der Strombedarf wird dadurch insgesamt steigen. Um ihn klimaverträglich zu decken, muss der Ausbau erneuerbarer Energien verstärkt werden. Dadurch steigen auch die Herausforderungen für das Verteilnetz.

Was wird sich verändern?

Die Energiewende ist ein Motor für technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen. Sie verändert die Art, wie wir Energie erzeugen, wie wir sie verbrauchen und wie wir sie zur richtigen Zeit an die richtige Stelle bringen.

Eine neue Aufgabe für das Verteilnetz

Früher wurde der Strom in wenigen Großkraftwerken erzeugt, über das Übertragungsnetz transportiert und mit Hilfe des Verteilnetzes zu den einzelnen Verbrauchern weitergeleitet. Der Strom floss quasi wie auf einer Einbahnstraße ›von oben nach unten‹. Die Leistungsfähigkeit des Verteilnetzes richtete sich nach dem Strombedarf der angeschlossenen Verbraucher, der so genannten Last. In ländlichen Gegenden mit wenigen Verbrauchern ist die Last gering und das Verteilnetz entsprechend dimensioniert.

Mit der Energiewende bekommt das Verteilnetz eine neue Aufgabe. Es muss heute nicht nur die regionale Last abdecken, sondern auch den dezentral erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien aufnehmen und weiterleiten. Der Strom fließt deshalb immer häufiger auch ›von unten nach oben‹. Auf der Einbahnstraße kommt es zum Gegenverkehr. Daher benötigen wir neue intelligente Energiesysteme.

Aus Konsumenten werden Prosumer

Viele Privathaushalte und Unternehmen werden in Zukunft ihren Strom selbst produzieren: mit Photovoltaikanlagen auf dem Dach oder kleinen Blockheizkraftwerken im Keller. Sie werden überschüssigen Strom in das Verteilnetz einspeisen, im Bedarfsfall aber auch Strom aus dem Netz beziehen. Sie werden zu Stromkonsumenten, die auch eigenen Strom produzieren, zu so genannten Prosumern.
Nur mit Hilfe intelligenter Stromnetze können Prosumer selbstproduzierten Strom effizient vermarkten und gleichzeitig durch eine geschickte Steuerung ihres Verbrauchs Energie von anderen Erzeugern zu günstigen Zeiten einkaufen.

DESIGNETZ entwickelt die Blaupause für das Stromnetz der Zukunft. Aus vielen einzelnen Bausteinen entsteht ein effizientes Gesamtsystem, das eine flexible und sichere Energieversorgung gewährleistet.