vVPP TSB – virtual Virtual Power Plant

Leitung: Transferstelle Bingen

Standort: Bingen

Virtuelles Kraftwerk aus 100 virtuellen Anlagen

Die Transferstelle Bingen (TSB), ein Institut an der Technischen Hochschule Bingen, verknüpft in ihrem virtuellen Kraftwerk die Leistungsverläufe von 100  virtuellen Stromerzeugungs- und Stromverbraucheranlagen zu einem ansteuerbaren Anlagenpool. Der Begriff „virtuelle Anlagen“ verdeutlicht, dass reale Anlagen in mathematischen Modellen nachgebildet wurden. Das virtuelle Kraftwerk wird so zu einem „virtuellen Virtuellen Kraftwerk“ (virtual Virtual Power Plant). Die TSB betreibt das virtuelle Virtuelle Kraftwerk auf ihrem Marktparallelserver unter echten Marktbedingungen wie ein richtiges Kraftwerk. Dadurch weist die TSB die wirtschaftlich nutzbare Flexibilität virtueller Kraftwerke anschaulich nach.

Erzeuger und Verbraucher jeder Größenordnung

In dem Kraftwerkspool sind echte Erzeuger und Verbraucher unterschiedlicher Größenordnungen und Typen zusammengefasst:

  • BHKW
  • Gasturbinen
  • Biomassekraftwerke
  • Wasser-, Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen
  • Power-to-heat-Anlagen
  • Industrielle Verbraucher
  • Notstromanlagen

Die realen Leistungsverläufe, wie sie üblicherweise beim Betrieb der Erzeugungsanlagen auftreten, werden in die mathematischen Modelle integriert.

Das Virtuelle Kraftwerk kann durch Anpassungen der Software von der TSB variabel gestaltet werden. Es unterliegt keinen betrieblichen Einschränkungen. Alle Schaltvorgänge können umfassend getestet werden. Die Leistungsparameter der einzelnen virtualisierten Anlagen können je nach Bedarf angepasst werden. So kann die TSB verschiedene Szenarien durchspielen und miteinander vergleichen.

Die Flexibilität des virtuellen Virtuellen Kraftwerks wird dem Projekt DESIGNETZ über die Anbindung an das System-Cockpit zur Verfügung gestellt.

Ansprechpartner

Joachim Walter, Dipl. Ing.
Geschäftsführer TSB
Transferstelle Bingen