Vernetztes Energiesystem

DESIGNETZ bildet das Stromnetz in lokale und regionale Energiebereiche ab. Ein lokaler Energiebereich kann aus Stromerzeugungsanlagen sowie Privathaushalten und Industriebetrieben bestehen, die Strom verbrauchen, aber auch selbst erzeugen können. Hinzu kommen weiteren Bausteine der Energiewende wie zum Beispiel Speichersysteme. Die Energie soll möglichst dort verbraucht oder gespeichert werden, wo sie erzeugt wurde. Lokale Energiebereiche können sich über regionale Verbindungen miteinander austauschen.

Netzsteuerung nach dem Subsidiaritätsprinzip*

Die lokalen Energiebereiche steuern ihr Netz weitestgehend eigenständig. Ein Überangebot an Strom aus erneuerbaren Energien, freie Speicherkapazität oder ein nicht durch eigene Mittel zu deckender Strombedarf werden an die übergeordnete regionale Energieebene gemeldet. Diese leitet überschüssigen Strom weiter oder speist zusätzlichen Strom in die lokale Energieebene ein. Das Design des intelligenten Stromnetzes entspricht damit dem sogenannten Subsidiaritätsprinzip.

Kaskadierende Datenknoten

Die Energieflüsse im intelligenten Stromnetz werden mit Hilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnik gesteuert. Die DESIGNETZ-Projekte werden an verschiedene lokale Datenknoten angeschlossen und bilden mit den örtlichen Stromerzeugungsanlagen sowie den ansässigen Verbrauchern einen lokalen Energiebereich. Die lokalen Datenknoten melden ihren Netzzustand an regionale Datenknoten, die ihrerseits mit dem zentralen Datenknoten verbunden sind. Die Daten fließen dabei wie in einer Kaskade von unten nach oben. Übergeordnete Datenknoten erhalten allerdings nur diejenigen Informationen, die sie tatsächlich benötigen. Durch die Zusammenfassung (Aggregation) und Anonymisierung von Daten sind Datenschutz und Datensicherheit gewährleistet.

Simulation der Zukunft

Das System-Cockpit von DESIGNETZ simuliert auf Basis realer Daten die Funktion des Verteilnetzes unter möglichen Zukunftsszenarien. DESIGNETZ kann so ermitteln, wie das Verteilnetz sich nach einem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien verhält.

* Nach dem Subsidiaritätsprinzip soll die unterste Ebene einer Organisation in eigener Verantwortung handeln, steuern und entscheiden. Erst wenn das nicht mehr möglich ist, schreitet die übergeordnete Ebene unterstützend ein.

Hier können Sie sich einen Detaillierten Überblick über die DESIGNETZ-Teilprojekte verschaffen:
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